
Berufsfachschule dual (BFS dual) Holztechnik
Ziel der Berufsfachschule Holztechnik ist es, den Schülern die Kompetenzen zu vermitteln, die sie für den erfolgreichen Start in eine berufliche Ausbildung zur Tischlerin oder zum Tischler benötigen. Wir sind sehr gut mit den Ausbildungsbetrieben in und um den Landkreis Gifhorn vernetzt. Fast alle Schülerinnen und Schüler, die die BFS Holztechnik erfolgreich besuchen, bekommen durch unser Montagspraktikum einen Ausbildungsplatz als Tischlerin oder Tischler. Sehr oft wird der Besuch der BFS Holztechnik als erstes Ausbildungsjahr für eine Tischler-Ausbildung anerkannt.
- Es ist eine Schulform, in der Themen theoretisch und praktisch nach den Ausbildungsvorschriften zum Ausbildungsberuf Tischlerin/Tischler behandelt werden.
- Der Theorieunterricht findet i.d.R. im Klassenraum statt. Der Praxisunterricht wird in unseren sehr gut ausgestatteten Werkstätten erteilt.
- Wir unterrichten laut Stundentafel die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Englisch, Politik, Religion und Sport. Mathematische und physikalische Inhalte sind Bestandteil des berufsbezogenen Theorieunterrichts.
Verantwortlich ist Herr T. Strübing
Weiterführende Informationen
Aufnahmevoraussetzung ist mindestens ein Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik von mindestens 3,5.
- Um in die BFS dual aufgenommen zu werden, muss man sich in der Zeit vom 1. Februar - 31. März für einen Schulplatz bewerben. Folgende Unterlagen werden für die Bewerbung benötigt:
- 1.) Ein tabellarischer Lebenslauf
- 2.) Eine Kopie vom aktuellen Schulzeugnis (z. B. 1. Halbjahr der 10.Klasse - das Abschlusszeugnis muss in den Ferien per Post nachgereicht werden)
- 3.) Eine vollständige Online Anmeldung
- Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind entweder im Sekretariat abzugeben oder per Post an die BBS II Gifhorn zu schicken
Neben einem umfassenden Einblick in die Holztechnik können unter bestimmten Bedingungen drei verschiedene Ziele erreicht werden.
- Ein erfolgreicher Besuch dieser Schule kann als erstes Lehrjahr der Berufsausbildung zur Tischlerin / zum Tischler angerechnet werden.
- Wer den Sekundarabschluss I - Realschulabschluss bereits mit einbringt, kann zusätzlich den Erweiterten Sekundarabschluss I erreichen. Mit diesem schulischen Abschluss ist es möglich, auf ein Gymnasium zu wechseln.
- Mit dem Besuch der BFS wird die gesetzliche Schulpflicht erfüllt. Das bedeutet, dass nach dem Besuch der BFS keine Schulpflicht mehr besteht.
Was lernt man im berufsbezogenen Fachunterricht?
Der berufsbezogene Unterricht ist unterteilt in Theorie und Praxis.
Beide Bereiche sind in sogenannte Lernfelder unterteilt. Mit diesen Lernfeldern wird eine thematische Unterteilung vorgenommen, die sich an den betrieblichen Abläufen orientiert. Die Lernfelder haben in Theorie und Praxis die selben Bezeichnungen.
| Names des Lernfeldes | Inhaltsbeispiele |
| Lernfeld 1: Einfache Produkte aus Holz herstellen. | Aufbau und Eigenschaften von Holz, Grundlagen des technischen Zeichnens, Einsatz von Handwerkzeugen, ... |
| Lernfeld 2: Zusammengesetzte Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen herstellen. | Holzwerkstoffe und Furniere, Holzverbindungen, Einsatz stationärere Maschinen (G-TSM-Maschinenkurs), Materialbedarf ermitteln, 3-Tafel-Projektion, Zeichnen mit CAD-Software... |
| Lernfeld 3: Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen herstellen. | Metall, Glas, Kunststoffe und sonstige Werkstoffe, Klebstoffe, Materialkosten berechnen, Maßgenauigkeit, Oberflächengüte, ... |
| Lernfeld 4: Kleinmöbel herstellen. | Möbelbau (Werkstoffe, Verbindungen, Techniken), Entwurfsskizzen und Teilschnittzeichnungen, ... |
In den Werkstätten werden nacheinander verschiedene Projekte umgesetzt. Dadurch vermitteln wir unterschiedliche grundlegende Fertigkeiten in der Holzbearbeitung. Dazu gehören der Umgang mit Handwerkzeugen und Maschinen. Der Erwerb des G-TSM (grundlegender Maschinenschein für die Ausbildung zur Tischlerin/zum Tischler) gehört mit zum Inhalten des Praxisunterrichts. Außerdem werden unser CNC-Bearbeitungszentrum und unser Lasercutter eingesetzt.
Im Rahmen der Projekte werden Gegenstände aus Holz, Holzwerkstoffen angefertigt, auch in Kombination mit Kunststoff, Metall und Glas. Nach der Fertigstellung können die Projekte mit nach Hause genommen werden können. Kreativität ist beim Lampenprojekt gefragt, bei dem eine Lampe nach eigenen Vorstellungen entworfen und aus verschiedenen Werkstoffen angefertigt wird.
Wie sehen die Unterrichtsfächer aus?
Die Stundentafel weist neben allgemein bildenden Fächern, wie Deutsch, Sport, Religion, Englisch und Politik vor allem die beiden beruflichen Fächer Fachpraxis und Fachtheorie aus. Der Schwerpunkt liegt mit 26 Unterrichtsstunden pro Woche auf den beruflichen Fächern.
| Unterrichtsfächer | Zahl der Wochenstunden |
| Politik Sport Religion Deutsch / Kommunikation Englisch / Kommunikation | 7 |
| Berufsbezogener Lernbereich Theorie | 8 |
| Berufsbezogener Lernbereich Praxis | 15 |
| Optionale Lernangebote (u.a. Beratung und Coaching) | 6 |
| Unterrichtsstunden pro Woche | 6 |
Bei einer hundertprozentigen Unterrichtsversorgung werden pro Woche immer...
... 8 Stunden berufsbezogene Theorie,
... 15 Stunden berufsbezogene Praxis und
... 7 Stunden allgemein bildende Fächer (Deutsch, Politik, ...) erteilt.
Die allgemein bildenden Fächer werden immer mit einer Doppelstunde wöchentlich unterrichtet.
Im berufsbezogenen Praxisunterricht wird auch das „Montagspraktikum“ durchgeführt. Jede Schülerin und jeder Schüler sucht sich einen Praktikumsbetrieb und absolviert das Praktikum immer montags über das gesamte Schuljahr.
Gibt es eine Abschlussprüfung?
Ja, es gibt eine praktische und eine theoretische Abschlussprüfung im berufsbezogenen Lernbereich.
In den allgemein bildenden Unterrichtsfächern ist keine Prüfung abzulegen.
Das Prüfungsergebnis geht zu einem prozentualen Anteil in das Abschlusszeugnis ein.
Welche Kosten kommen auf mich zu?
Der Besuch der Schule ist mit Kosten für
- Arbeitskleidung,
- einige Materialien (vor allem Materialien zum Zeichnen) und
- die Anschaffung eines Arbeitsbuches und eines Berichtsheftes
verbunden.
Unter Umständen fallen weitere Kosten für ein sozialpädagogisches Training und eine Exkursion an.
Der größte Teil der Bücher kann kostenpflichtig von der Schule entliehen werden.
Eigene Werkstatterfahrungen sind gut, aber kein Muss. Spaß an praktischer (Hand-)Arbeit mit Holz ist wichtig.
Auch Neugierde, die Hintergründe zu verstehen, sollte vorhanden sein. Gute mathematische und physikalische Vorkenntnisse sind hierbei hilfreich.

